Ehenichtigkeit

Eine Ehe ist nichtig, wenn bei der Eheschließung etwas vorlag - sogenannte Ehenichtigkeitsgründe -, die das Zustandekommen einer gültigen Ehe von vornherein verhindert haben. Entgegen dem äußeren Anschein ist in diesem Fall ein Eheband nicht entstanden. Eine erneute Eheschließung wäre also kirchenrechtlich keine Wiederheirat. Die Ehenichtigkeit muss amtlich festgestellt werden.

Die Feststellung der Ehenichtigkeit ist nicht dasselbe wie eine Ehescheidung. Bei einer Scheidung wird eine bis dahin gültig bestehende Ehe rechtlich getrennt. Die Annullierung bzw. Nichtigkeitserklärung stellt hingegen fest, dass eine rechtlich gültige Ehe von Anfang an nicht zustande gekommen ist.

Die Feststellung der Ehenichtigkeit ermöglicht in der Regel beiden Parteien eine erneute kirchliche Eheschließung. Weitere Rechtsfolgen ergeben sich nicht. Der zivilrechtliche Personenstand der Parteien nach bundesdeutschem Recht wird durch die kirchliche Nichtigkeitsfeststellung nicht verändert. Kinder, die aus einer ungültigen Ehe hervorgegangen sind, gelten kirchlich weiterhin als eheliche Kinder, wenn zumindest einer der Partner die Ehe in gutem Glauben geschlossen hatte.

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